In fast jedem Artikel über Landingpages finden Sie ein Dutzend utopischer Versprechen, die Ihr ultimativer Durchbruch sein sollen. Sie behaupten, Ihre Conversion Rate in die Höhe zu treiben, massiven Traffic zu generieren und Sie mit nur einer winzigen Seitenänderung an die Spitze der Google-Suchergebnisse zu bringen.
„Fügen Sie der Schaltfläche Ihres Lead-Formulars einen roten Call-to-Action-Text hinzu, und Sie werden Ihre Conversions um 86 % steigern.“
Vielleicht hat diese kleine Anpassung tatsächlich jemandem geholfen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass dies auch auf Ihrer Website funktioniert. Da A/B-Testing in letzter Zeit unglaublich beliebt geworden ist, dienen solche isolierten Beobachtungen und Lifehacks oft nur als Aufhänger für laute Behauptungen und irreführende Schlussfolgerungen.
Hier sind einige der häufigsten Landingpage-Mythen:
Es ist unklar, warum der Irrglaube entstanden ist, dass ein Unternehmen nur eine einzige Zielseite benötigt. Wenn Sie diese Ansicht immer noch vertreten, verlieren Sie schlichtweg wertvollen Traffic. Jede neue Landingpage bietet eine zusätzliche Möglichkeit, Ihre Marke zu präsentieren, spezifische Kundenbedürfnisse anzusprechen und neue Lösungsansätze zu finden.
Selbst geringfügige Variationen Ihrer Seiten können Ihnen helfen, viel breitere Segmente Ihrer Zielgruppe zu erreichen.
Lange Landingpages sind genauso effektiv. Ehrlich gesagt, die Länge allein spielt keine entscheidende Rolle.
Kurze Seiten eignen sich hervorragend, um schnell viele Leads zu generieren. Lange Seiten hingegen bieten umfassende Informationen, bauen Vertrauen auf und beantworten alle potenziellen Fragen Ihrer Besucher. Gestalten Sie Ihre Landingpage basierend auf dem spezifischen Ziel, das sie erfüllen soll. Und vor allem: Nutzen Sie A/B-Testing.
Es ist sicherlich keine schlechte Idee, sich von den Elementen erfolgreicher Landingpages inspirieren zu lassen. Sie sollten jedoch Ihre Erwartungen an sofortigen Erfolg und steigende Conversion Rates dämpfen.
Zweifellos hängt viel vom Webdesign ab, aber das erfolgreiche Endprodukt besteht aus einer Vielzahl von individuellen Komponenten, die Sie selbst entwickeln müssen.
Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube, der viele Landingpages negativ beeinflusst hat. Solche Seiten drängen den Besucher oft sofort zum Kauf, noch bevor sie erklären, was eigentlich angeboten wird. Kurz gesagt: Es gibt absolut keinen direkten Zusammenhang zwischen der Conversion Rate und der genauen Platzierung der Elemente. Viel wichtiger ist relevanter und ansprechender Content.
Jeder kann seine Seite mit Kundenbewertungen, Fotos, E-Mail-Adressen und Telefonnummern überladen. Dies ist jedoch nur dann effektiv, wenn der Besucher auch wirklich Ihr potenzieller Kunde ist. Wenn nicht, ist es dem Nutzer völlig egal. Er vertraut Ihnen vielleicht so sehr wie seiner eigenen Mutter, aber wenn er Ihr Produkt nicht braucht, wird er nichts kaufen. Da helfen auch die besten Social-Proof-Tricks nichts.
„Mir wurde erzählt, wie jemand die Farbe seines Buttons von Gelb auf Blau geändert und die Conversion um 58 % gesteigert hat.“
Wahrscheinlich war Gelb bereits die dominante Farbe auf der Seite, sodass der Button mit dem restlichen Design verschmolz. Der blaue Button hingegen hob sich durch visuellen Kontrast von den anderen Elementen ab, weshalb er häufiger angeklickt wurde.
Es gibt keine magische Farbe, die jeden zum Klicken bringt.
Dies gilt auch für andere Landingpage-Elemente. Zwar gibt es bewährte Best Practices zur Conversion-Optimierung, aber sie haben selten die dramatische Wirkung, die Ihnen oft versprochen wird.
Wenn Besucher Ihr Angebot interessant und relevant finden, werden sie die gesamte Seite scrollen – und das oft mehr als einmal. Tun sie es nicht, liegt es wahrscheinlich nicht an der Seitenlänge, sondern an einem zu komplizierten Webdesign, das sie daran hindert, sich auf die Kernaussage zu konzentrieren.
Wenn eine Landingpage nur ein Baustein einer umfassenden Marketingkampagne ist, besteht das Hauptziel nicht nur in der Registrierung, sondern in der Leadgenerierung – der Verwandlung eines Besuchers in einen zahlenden Kunden.
Ihre Zielseite dient möglicherweise nur als erster Kontaktpunkt für die Markenwahrnehmung. Später stößt derselbe Besucher vielleicht über Kontextwerbung auf Ihr Unternehmen und entscheidet sich erst dann für den Kauf.
Die gesamte Customer Journey lässt sich hervorragend mit Tools wie Google Analytics verfolgen.
In Kombination mit dem Mythos über die Länge von Landingpages bringt dieser Irrglaube absolute Webdesign-Monster hervor.
Wir sprechen von Seiten, die mit Formularen, Bildern, endlosen Texten und viel zu vielen Inhaltsblöcken überladen sind.
Landingpages sind in erster Linie für präzise Erstinformationen gedacht. Eine Informationsüberflutung lenkt den Besucher nur ab und hält ihn von der eigentlichen Call-to-Action ab.
Aus rein technischer Sicht mag das stimmen. Doch kontinuierliche Conversion-Optimierung ist entscheidend. Es gibt immer etwas, das man verbessern kann. Experimentieren Sie weiter und führen Sie Tests durch, bis Ihre Seite vorbildliche Ergebnisse liefert.